| Blendengröße, Belichtungs- oder
Verschlusszeit und ISO-Empfindlichkeit
beeinflussen beim Digiscoping die Schärfe
der Aufnahme sehr stark. Aufgrund der hohen
Vergrößerung durch das Teleskop in
Verbindung mit der Kamera ist die Gefahr von
unscharfen Bildern sehr groß. Die Blende
ist die Öffnung, die das Licht einlässt,
damit es auf den CCD gelangt. Durch
Verwendung einer niedrigeren Blendenzahl
(etwa f 2,4) nimmt die Größe der Blende zu,
und diese lässt mehr Licht in die Kamera. Um
eine richtige Belichtung der Aufnahme zu
erreichen, muss bei kleiner Blende die
Belichtungszeit erhöht werden, oder bei
kurzer Belichtungszeit die Blende vergrößert
werden.
Grundsätzlich ist zu sagen: je kürzer die
Belichtungszeit, desto geringer das Risiko,
die Aufnahme zu verwackeln und somit ein
unscharfes Bild zu erhalten.
Daher bietet sich an, die automatische
Belichtungseinstellung "Speed" oder "Sport"
oder "S" der Kamera (falls vorhanden) zu
verwenden. Diese bedeutet: Die Einstellung
mit der kürzesten zulässigen Zeit in dem
Augenblick, wenn der Auslöser gedrückt wird.
Die für die gegebenen Lichtverhältnisse
günstigste ISO-Empfindlichkeit wird von der
Kamera automatisch ausgewählt, kann aber
auch manuell geändert werden.
Eine niedrige ISO-Zahl, Bsp. ISO 100 oder
200 ist für gute Lichtverhältnisse
vorgesehen. Je schlechter und lichtärmer die
Umgebung wird, desto höher sollte die
ISO-Zahl eingestellt werden. Bsp. auf ISO
400 oder 800.
Wenn also die bestgeeignete
ISO-Empfindlichkeit gewählt wird (in der
Regel ist die automatisch ausgewählte
Empfindlichkeit genau richtig), und dazu die
Programmeinstellung "Speed", kann nichts
mehr schiefgehen. Höchstens können Sie die
ISO-Nummer ändern, wenn das Licht schwächer
wird oder wenn Sie Motive in schneller
Bewegung fotografieren möchten. |