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Tipps & Tricks


 
Grundlagen für gute Digiscoping-Aufnahmen sind zum einen eine passende hoch-qualitative Ausrüstung und zum anderen viel Übung in der Handhabung.
Vignettierung vermeiden
 
Die grundlegende Aufgabe eines Teleskops besteht darin, ein vergrößertes Bild an das Auge des Beobachters heran zu bringen. Das Licht dringt durch die große Objektivlinse am Ende des Instruments ein und dringt durch das Okular als runde Lichtsäule - die sogenannte "Austrittspupille" - wieder aus. Diese Lichtsäule wird von der Kamera fotografiert, und deshalb muss diese exakt über der Lichtsäule zentriert sein, um eine „Vignettierung" oder Abschattung zu vermeiden.

vignettierung

 

Versuchen Sie, das Zoomobjektiv der Kamera zu zoomen (wenn sie - wie die meisten - eines hat), um festzustellen, ob Sie die schwarzen Bereiche eliminieren können.

Sehr wichtig:
Bitte benützen Sie dazu nicht die digitale Zoomfunktion! Bleiben Sie im optischen Zoombereich, da bei Verwendung des Digitalzooms, Ihr Bild an Qualität einbüßt!

vignettierung

 
Unschärfe vermeiden
   
Unscharfe Digiscoping-Bilder können mehrere Ursachen haben. Beim Digiscoping sind folgende wichtige Dinge zu beachten:

- Teleskop richtig scharf stellen (fokussieren)
- richtige Kameraeinstellungen wählen (Belichtungszeit, ISO)
- Selbst- oder Fernauslöser der Kamera verwenden
- eine stabile Position für die Ausrüstung schaffen (Stativ)
- eine windstille Position einnehmen und
- üben, üben, üben...

 

Teleskop richtig scharf stellen
 
Grundsätzlich nimmt die Kamera jenes Bild auf, welches durch das Teleksop wiedergegeben wird. Umso genauer die Scharfstellung (Fokussierung) des Teleskops auf das Motiv, umso besser das Ergebnis.

 

Richtige Kameraeinstellungen wählen
 
Blendengröße, Belichtungs- oder Verschlusszeit und ISO-Empfindlichkeit beeinflussen beim Digiscoping die Schärfe der Aufnahme sehr stark. Aufgrund der hohen Vergrößerung durch das Teleskop in Verbindung mit der Kamera ist die Gefahr von unscharfen Bildern sehr groß.

Die Blende ist die Öffnung, die das Licht einlässt, damit es auf den CCD gelangt. Durch Verwendung einer niedrigeren Blendenzahl (etwa f 2,4) nimmt die Größe der Blende zu, und diese lässt mehr Licht in die Kamera. Um eine richtige Belichtung der Aufnahme zu erreichen, muss bei kleiner Blende die Belichtungszeit erhöht werden, oder bei kurzer Belichtungszeit die Blende vergrößert werden.

Grundsätzlich ist zu sagen: je kürzer die Belichtungszeit, desto geringer das Risiko, die Aufnahme zu verwackeln und somit ein unscharfes Bild zu erhalten.

Daher bietet sich an, die automatische Belichtungseinstellung "Speed" oder "Sport" oder "S" der Kamera (falls vorhanden) zu verwenden. Diese bedeutet: Die Einstellung mit der kürzesten zulässigen Zeit in dem Augenblick, wenn der Auslöser gedrückt wird.

Die für die gegebenen Lichtverhältnisse günstigste ISO-Empfindlichkeit wird von der Kamera automatisch ausgewählt, kann aber auch manuell geändert werden.

Eine niedrige ISO-Zahl, Bsp. ISO 100 oder 200 ist für gute Lichtverhältnisse vorgesehen. Je schlechter und lichtärmer die Umgebung wird, desto höher sollte die ISO-Zahl eingestellt werden. Bsp. auf ISO 400 oder 800.

Wenn also die bestgeeignete ISO-Empfindlichkeit gewählt wird (in der Regel ist die automatisch ausgewählte Empfindlichkeit genau richtig), und dazu die Programmeinstellung "Speed", kann nichts mehr schiefgehen. Höchstens können Sie die ISO-Nummer ändern, wenn das Licht schwächer wird oder wenn Sie Motive in schneller Bewegung fotografieren möchten.

 

Selbst- oder Fernauslöser der Kamera verwenden
 
Das Motto lautet: Alle unnötige Bewegung vermeiden. Das buchstäbliche Anhalten des Atems beim Fotografieren oder ein kurzer Moment der Entspannung können sich entscheidend auswirken.

Oft reicht schon der Druck des Fingers auf den Auslöser aus, um ein Wackeln der Kamera zu verursachen. Zur Lösung dieses Problems ist der Selbstauslöser gut geeignet. Sie haben zwei Möglichkeiten. Entweder Sie verwenden den in die Kamera eingebauten Selbstauslöser oder eine Fernsteuerung (nicht für alle Kameras erhältlich). Die erste Option bietet die Kamera selbst, bei der zweiten können Sie den Auslöser betätigen, ohne die Kamera berühren zu müssen (d. h. die Kamera hält absolut still).

 

Stabile Position schaffen
 
Sorgen Sie dafür, dass das Teleskop in Verbindung mit der Kamera zum Zeitpunkt der Aufnahme sehr stabil positioniert und keinen Verwackelungen ausgesetzt ist.

Das Stativ ist beim Fotografieren noch mehr als beim Beobachten eine wesentliche
Voraussetzung für scharfe und kontrastreiche Bilder. Ein optimaler Stand trägt maßgeblich zur hohen Bildqualität bei.

Halten Sie die Stativbeine und die Mittelsäule beim Fotografieren so tief wie möglich, um Vibrationen noch effektiver zu dämpfen. Eine mögliche Alternative ist ein Beschwerungsbeutel - ein Zubehörteil, das unter der Mittelsäule aufgehängt wird und mit Steinen, Sand usw. befüllt werden kann, um zusätzliche Dämpfung zu ermöglichen.

Quelle: digiscoping.swarovskioptik.com

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Stand: 07 May 2009